Analysefibel
Analysefibel 

Ein Regievorschlag: Es handelt sich um ein Altverleger-Angebot an eine vorformierte Gruppe Studenten, die sich zusammenfinden, zusammentun, um diese Rubrik in eigener Regie und mit eigenen Ideen auszustatten, zu gestalten, zu forcieren, mit dem Ziel, gar sukzessive die Verantwortung für die gesamte Website zu übernehmen. Der nächste Geburtstag des Altverlegers ist der 88. Es wird keine finanzielle Ablösung verlangt für den Regiebesitz über den Bereich Hochschule.

Aus Unfallprotokollen zitiert nach FAZ 20.4.11:

"Schon bevor ich ihn anfuhr, war ich davon überzeugt, dass dieser alte Mann nie die andere Straßenseite erreichen würde."                                                                                                                      "Ich sah ein trauriges Gesicht langsam vorüberschweben, dann schlug der Herr auf dem Dach meines Wagens auf."

 

Seiteninhalt: Studienplätze - Studentische Stellensuche - Portraits von Hochschulen - Den Berufseinstieg in Hochschulen trainieren?

 

 

 Studienplätze   

   

  Nachrichtlich:

   Folgende Unternehmen und Verwaltungen haben bislang im Bewerberforum.com                                                           Bachelor-Stellen                     

   ausgeschrieben: 

                               Bachelor of Arts 

                               Chiron Werke GmbH, Tuttlingen                                                                                                      ifm electronics gmbh, Tettnang                                                                                                                              RICOSTA GmbH, Donaueschingen                                                                                                                       Stadt Konstanz                                                                                                                                         Stadt Radolfzell

 

                               Bachelor of Engineering

                       Chiron Werke GmbH, Tuttlingen                                                                                                      ifm electronics gmbh,  Tettnang                                                                                                  Rohwedder Makro Assembly GmbH, Bermatingen                                                                  WEFA GmbH, Singen

 

                               Bachelor of Science

                       Chiron Werke GmbH, Tuttlingen                                                                                                ifm electronics gmbH, Tettnang                                                                                                                            Stadt Konstanz         

   

 

 

 

    Studentische Stellengesuche

 

 Auflistung nach Fakultät

 Standardisierte Textform - max. 3 Ganzzeilen                                                       

   Code    1Wortlosung                                                                                                                                   Namen/Titel - Studienfach - Semester - Titel der Abschlussarbeit - Hochschule - Studienschwerpunkt - evtl. Branche - Postanschrift/Tel./E-Mailadresse 

 

Keine Einträge                                                                                                                                      

 

 

Portraits über Hochschulen

 

 

 

 

 

Berufseinstieg in Hochschulen trainieren?

 

  In einer "Karriereberatung" beklagt sich "ein alter Hase" über noch nicht altgediente Personalreferenten, dass sie "... auf die schwierige Situation der Absolventen und Berufsanfänger hinweisen und um Verständnis für ihre Anliegen" bitten. Damit würde nur versucht, die Wirklichkeit des beruflichen Alltags von den Berufsanfängern fern zu halten. (Es geht, Zwischenhinweis, um Hochschulabsolventen. Wir wollen auch den "normalen" Schulabgänger mit einbeziehen.) In Fortsetzung wird darüber geklagt, dass Professoren (und auch Lehrer?) selbst über keine ausreichende Praxis verfügen, um ihre Studenten auf das zu erwartende berufliche Umfeld vorzubereiten. Änderung wird verlangt. Heiko Mell, ein ausgewiesener Papst in Sachen Personalwerbung, schlägt sich auf die Seite des alten Hasen. Wir nicht. (Was dargelegt wird, bezieht sich immer auch auf "normale" Schulen.) Mell beklagt den Standpunkt der Universitätsseite, die sagt, dass die Vermittlung fachlichen Wissens im Wesentlichen genügte, den Rest bringe der Arbeitgeber den jungen Leuten schon bei.

   Der Leser denke an ein renommiertes Haus der Gastronomie. In der Küche hantieren Köche, die ihr Metier verstehen. Die Gäste lieben es, die Köstlichkeiten nicht selbst bei der Küche abholen zu müssen, sondern erwarten gekonnten Service. Schließlich bezahlen sie einiges für das gute Menue auf ihrem Tisch. Die Gäste sind zum ersten Mal im Lokal, keine eigene Ehefrau kocht für sie. Gerne hätten sie vorher schon über die Qualität der Gerichte Bescheid gewusst, auch über deren Ingredienzen etc. Schließlich hätten sie es am liebsten, sie bräuchten sich nur noch die Serviette umzubinden und die Gabel zum Munde zu führen. Vor der Entscheidung über die Auswahl eines Gerichtes möchten sie gerne eine ausführliche Speisenkarte studieren dürfen.

  Der Leser hat schon bemerkt, die Köche sind die Lehrer oder Professoren, die Gäste die Unternehmen, welche Nachwuchsmitarbeiter suchen. Jetzt suchen wir Parallelen: Haben die Arbeitgeber Anspruch auf wohl schmeckende Gerichte, sprich gut gebildete Schüler durch gute Lehrende? Wohl ja. Die Gäste finanzieren ja die Köche - aber auch den Service und vor der Auswahl auch die Vorstellung der Gerichte. Auf dass die Auswahl leicht und treffsicher sei. Dass das alles klappt, dafür sorgt ein Gastronomieunternehmen, das für die Gesamtleistung zuständig ist. Ist aber vergleichsweise die Gesellschaft, der Staat angehalten, dass der Schulabsolvent mundgerecht beim Arbeitgeber an-kommt? Finanziert das das Steuern zahlende Unternehmen auch noch? Muss also Schule und Hochschule Bewer-bungspraxis "lehren und üben" - der Wirtschaft zuliebe? Weil diese einen Anspruch auf "gekonntes Bewerben" hat?

 Wenn der Bildungsbereich hier tätig wird - er tut es ja, allerdings in unterschiedlicher Intensität -, dann doch wohl als Hilfestellung für den Absolventen, zu dessen Wohl. Wenn es dem Arbeitgeber die Orientierung und Auswahl erleichtert, dann soll es recht sein. Ein Anspruch darauf besteht nicht.

  Wir plädieren dafür, dass die Wirtschaft die Absolventen in Sachen Bewerbungsroutine und -verhalten so annimmt, wie sie es antrifft. Insofern liegen die angeführten jungen Personalreferenten richtig. Vielleicht skizzieren wir ein Generationenproblem. Wir halten sowieso nichts von präparierten Bewerbungsverfahren und gewinnen so dialektisch den Mut, die Vorbewerbung zu programmieren, was wegen der Vergleichbarkeit keine Präparation darstellt. Präparation und Programmierung sind zwei Paar Stiefel. 

  Zitat "Begegnungen mit Berufsanfängern sind gerade für 'altgediente Hasen' des Personalgeschäfts  eine Prüfung, der man sich häufig nur widerwillig stellt." Da ist weiters von Gesichts- und Konturlosigkeit die Rede. Unsere Meinung: Die alten Hasen sollen in Rente gehen, wenn ihnen ihr Geschäft, dem Nachwuchs den Fuß auf die richtige Treppenstufe zu stellen, überlästig wird. Aber der Schreiber dieser Zeilen hat mehrere hundert Personalchefs von Großunternehmen bescuht, alles alte Hasen; er kennt keinen, dem er die Arroganz zurechnen könnte. Vielmehr sind sie offensichtlich nicht ohne Grund zu ihren Führungspositionen gelangt. Wenn weiter geklagt wird, dass es ungemein schwierig sei, aus dem konturlosen Nachwuchs die zukünftigen Führungspersönlichkeiten herauszufinden, dann kann man sich nur lustig machen über so viel Antizipation. Kann man eine solche Auswahl und Entscheidung nicht etwas auf später verschieben? Brauchen Unternehmen nur elitären Nachwuchs, um auf dem Markt bestehen zu können?

  Bemängelt wird das Fehlen der Kenntnis der wichtigsten Spielregeln des Berufslebens. "Ja, es fehlt sogar das Bewusstsein, dass es überhaupt solche Spielregeln geben könnte und welche Bedeutung sie dann wohl hätten." Welche Bedeutung ihnen bei Berufsanfängern zugemessen wird, das ist ja wohl kein unbeeinflussbares Datum. Das Volumen an Bedeutung hängt vom Nachwuchssucher ab.

  Aber natürlich soll hier nicht verhehlt werden - sonst wär's kontraproduktiv - dass die Spielregeln des Berufslebens (nicht: Stellensuche) von Anfang an eine wichtige Rolle für das Vorankommen "spielen". Daher sei den Studierwilligen nahe gelegt, wenn irgend möglich   v o r   dem Studium eine Lehre zu absolvieren. Wenn man dadurch auch nicht allen Spielregeln begegnet, so doch einigen und diese Tatsache macht vielleicht hellhörig, sensibilisiert den jungen Menschen.

  Fazit: Angehende Jungberufler sollten sich nicht schwitzenderweise Gedanken darüber machen, ob man eben jetzt oder entlang des Bewerbungsprozederes gegen "ungeschriebene" oder "vorgeschriebene" oder sonst vorhandene Bewerbungsspielregeln "verstößt". Man lasse den etwas selbstkritischen Verstand zum Zuge kommen, kontrolliere sich durchaus, vertraue aber im Übrigen der Bereitschaft des Gesprächspartners, sich dessen bewusst zu sein, keinen "routinierten" Bewerber vor sich zu haben. Für erfahrene Personalleute gilt: "Vorsicht bei routinierten Bewerbern!"  (Denn: woher kommt denn die Routine?) 

Hold Weib, ich war voll Sehn‘ und Begehr,

Die Augen sind trunken voller Lieb.

Ein Leben lang zur Seit in aller Ehr

Die Zimmer erfüllt von Sanges Lied.

 

All Gemeinsam begleitet auf weiter Fahrt.

Mit Erwartung erfahren Land um Land,

lockend gezeichnet auf ausgebreitet Kart:

Weithin, über Fluss und Gebirg zu Europas Rand.

                                                                               EL

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