Analysefibel
Analysefibel 

 

 

 

Aus Unfallprotokollen zitiert nach FAZ 20.4.11:

"Ihre Argumente sind wirklich schwach. Für solche faulen Ausreden müssen Sie sich einen Dümmeren suchen, aber den werden Sie kaum finden."                                                                                                    "Ich hatte den ganzen Tag Pflanzen eingekauft. Als ich die Kreuzung erreichte, wuchs plötzlich ein Busch in mein Blickfeld und ich konnte das andere Fahrzeug nicht mehr sehen."
 

Seiteninhalt: Stellenangebote Ausbildungsplätze - Basis-Profilbewerbung - Bewerbungsregeln - Qualifikationen der Bewerber - Eignungsprofile - Was sind Ausbildungsmärkte genau?

Ausbildungsplatz-Anzeigen - Lehrstellenangebote

                                        

Hier werden/wurden die Ausbildungsplatzangebote publiziert. Alle früheren Anzeigen sind abgelaufen. - Siehe Archiv.

 

Bevor Sie sich ans Bewerben machen, werfen Sie bitte einen Blick auf die "Bewerbungsregeln".                                    >  Bitte beziehen Sie sich beim Bewerben auf das Bewerberforum <

 

Altbeispiel:

Basis-Profilbewerbung

Basis-Profilbewerbung Bl.1
Basis-Profilbewerbung Bl.2
Basis-Profilbewerbung Bl.3
Basis-Profilbewerb. Bl.4
Basis-Profilbewerbung Bl.5
Basis-Profilbewerbung Bl.6

 

 

                                                        Bewerbungsregeln    

 

    Sehr geehrter Besucher und Leser,

der Herausgeber bedankt sich herzlich für Ihr Interesse. Willkommen! Bevor Sie sich ans Bewerben machen, überfliegen Sie bitte die nachstehenden

 

20 Bewerbungsregeln

 

Richtig bewerben:

 

Regel 1  Grundregel 

Nicht den (Bewerbungs-) Mut verlieren!

Regel 2  Ortsgebundenheit

Wer sich auf einen bestimmten Arbeitsort versteift oder den Weg übergewichtet, ist möglicherweise auch sonst unbeweglich.

Regel 3  Schriftstücke

Keine beschädigten Bewerbungsschriftstücke, keine Originalurkunden versenden!

Regel 4  Normal-Vollbewerbung

Sie besteht aus Bewerbungsanschreiben, tabellarischem Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnis-kopien, Referenzen, Handschriftproben (wenn verlangt).

Regel 5  Bewerbungsanschreiben

Absender, Telefon-Nr., Datum, Anschrift, Betreff, Anrede, Bezug, Grund der Bewerbung, Interessen, Stärken, Fremdsprachen, Führerschein. Keine Fehler. Keine Langatmigkeit. Nichts, was nicht hergehört, was sonst schon erwähnt ist. Gruß, Unterschrift, Anlagen.

Regel 6  Lebenslauf

Name, Anschrift, Geburtstag, und -ort, Familienstand. Evtl. Angaben über Eltern. Schulen, praktische Erfahrungen, Liebhabereien, Sportarten. Alle früheren Arbeitsverhältnisse. Jetzige Position (nicht bei). Lückenlosigkeit beachten. Unterschrift.

Regel 7  Foto

Zeitnahes Foto. Aufkleben auf Extrablatt oder Lebenslauf, nicht auf Anschreiben. Nicht an-klammern.

Regel 8  Dokumente (keine Originale)

Letztes Schulzeugnis, Zeugnisse über Praktika, Kurse. Zeugnisse der Hochschulen.

Regel 9  Vorstellungsbesuch

Die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bedeutet, dass man in die "Engere Wahl" ge-kommen ist. Mehr nicht. - Bei der Vorstellung geht es um Alles oder Nichts!

Regel 10  Vorstellungstermin

Der vom Stellenanbieter vorgeschlagene Termin ist zwingend. Verschiebung möglichst ver-meiden. Termin bestätigen.

Regel 11  Der Habitus

Der Einlader erwartet Normalverhalten: Korrekte Kleidung, ordentliche Frisur, modisch nicht unbedingt den neuesten Schrei, die supermodernste Kreation.

Regel 12  Verhalten

Beim Vorstellen geht es zwar um Bedeutendes, nicht aber um Tod und Leben. Der Ge-sprächspartner ist in aller Regel viel gutwilliger, vernünftiger als man denkt. Kein Grund also zu Aufregung, Befangenheit, Angst, Hemmung. Auch das Gegenüber hat Schwächen! Bringen Sie dem Gesprächspartner Vertrauen entgegen. Besinnen Sie sich Ihrer eigenen Selbstsicherheit. Sprechen Sie gelassen. Seien Sie natürliches Ich.

Regel 13  Einsichten

Es macht einen unguten Eindruck, wenn man zum angestrebten Arbeitsplatz keinerlei eige-ne Vorstellungen ins Gespräch einbringen kann.

Regel 14  Fragen des Interviewers 

Bitte genau auf den Wortlaut und Inhalt von Fragen achten! Antworten auf die Frage aus-richten. Nicht Ungefragtes erwähnen, es sei denn positiv.

Regel 15  Bewerber/Bewerberins Fragen

Eigene Fragen sich vorher zurecht legen. Man flechtet sie nur bei passender Gelegenheit ein - nicht alle auf einmal.

Regel 16  Was fragen Bewerber?

Arbeitsbeginn, Probezeit, Mitarbeiterzahl, Vergütung, Urlaub, sonstige Betriebsleistungen. Manche Fragen erübrigen sich, wenn man sich den geltenden Tarifvertrag beschafft. Wich-tige Punkte werden meist von alleine Thema.

Regel 17 Mehrere Gesprächspartner

Blick- und Gesprächskontakt zu allen Gegenübern pflegen. Keinen bevorzugen. Antworten aber auf den Fragenden ausrichten.

Regel 18 Persönliches

Höchstpersönliche Punkte nur auf Befragen abgewogen, ja zurückhaltend beantworten. Nichts Negatives erwähnen!

Regel 19  'Kurzer' Eigenbericht

Auf Aufforderung. Vorher zurechtlegen.

Regel 20  Entscheidungstermin

Nicht drängen aber Entscheidungszwang benennen.

 

 

Qualifikationen der Bewerber

 

  Diejenigen Bewerber, die immer wieder Absagen einheimsen, spüren Disparitäten am Bewerbermarkt am eigenen Leibe. Betrachtet man die Verhältnisse schichtweise, so stellen sie sich zwiegesichtig dar. Einmal regional verschieden. Darauf sei hier nicht eingegangen, denn man vermag wenig beizutragen zur Qualität der Verkehrsverhältnisse, zur gebietlichen Dichte von ausbildenden Arbeitgebern. - Zum anderen viel deutlicher beruflich. 

  An anderer Stelle wurde ausgiebig auf sogenannte Traum- und Problemberufe eingegangen. Erwähnt sei nochmals die große Zweiteilung der"gewerblichen" und die grassierenden "White-Collar"-Ansprüche. Fehlende Abdeckung bei den einen, Überhänge bei den anderen.

  Irritierend aber die dritte Schichtung: Trotz großer Bewerbungszahlen ist es einer ganzen Anzahl von ausbildenden Betrieben, auch namhaftester, nicht möglich, bestimmte Ausbildungsplätze mit geeigneten Ausbildungsaspiranten zu besetzen. Erwartete sind sehr wohl vorhanden, doch sie bewerben sich entweder bei anderen Unternehmen oder wenden sich anderen Berufen zu oder studieren oder gehen auf Warteschleifen und Weiterbildung in Schulen.

  Was ist mit den angeblich nicht brauchbaren Bewerbern? Sie greifen bei der Berufswahl vordergründig ganz offensichtlich zu hoch, zu hoch in mehrerlei Richtungen. Entweder sie bewerben sich bei Ausbildungsbetrieben, die für den konkreten Absagefall zu hohe Anforderungen an Geeignetheit (Qualifikation) stellen, oder sie geraten in ein Bewerberfeld, das mit besseren Konkurrenten bestückt ist, oder es fehlt Vitamin B, oder sie erwählen einen Beruf, für den sie nicht genug positive Kriterien mitbringen. Beim ersten Versuch werden sie Chancen haben bei einem weniger renommierten Betrieb, beim zweiten hat man schlicht Pech, wohl aber möglicherweise Glück beim nächsten namhaften Betrieb, beim dritten sollte ein Mehr an Qualifikation den Mangel ausgleichen und beim letzten (Fall) sollten die - weniger anspruchsvollen - Anforderungsprofile anderer Berufe studiert werden. Eine letzte Möglichkeit, seine Schwächen auszubügeln durch ein weiteres Schuljahr, mag wenig Erfolg versprechen angesichts des Befundes, dass der Gemeinte seine Chancen und Potentiale ja bislang nicht zu nutzen wusste. Oder ist in diesem Falle der/die Arme gar nicht schuld an der eigenen Misere? Wer denn aber dann? 

  Diese Frage und hörbare generelle oder ungezieltere Vorwürfe provozieren die Folgefrage, ob es mit der antreffbaren Qualifikation generell ungut bestellt sei. Wenn ja, woran das denn dann liege? Immer wieder geistern Artikel durch die Presse, wonach die Misere ihren Grund in versagender schulischer Bildung fände. Aufgespießt werden die mangelhaften Kenntnisse in Mathematik, in Orthografie, Grammatik und Lesen. Wenn auch dieser Befund als gegeben angesehen werden soll, muss unterschieden werden nach schulischer Unterweisungsqualität und "schülerischer" Rezeptionsbereitschaft.

  Stimmt die Unterweisungsqualität nicht mehr? Sind Lehrinhalte und -volumina ausgeapert? Es kann hier nicht der Ort sein, die Curricula daraufhin zu untersuchen. Den zuständigen Bildungsinstitutionen sollte es keine Schwierigkeiten machen, Defizite zu entdecken und zu schließen, wenn denn schon solches anstünde. Vermögen die Lehrenden heutzutage weniger gut den Lernstoff den Lernenden zu vermitteln? Wenn ja, bedeutete dies, dass die Lehrerausbildung zu wünschen übrig ließe, und gar die dem Lehramt Zustrebenden weniger Begabung einbrächten.

  Ein solch generelles Statement will nicht einleuchten. Sicherlich sind im Lehrkörper nicht durchgängig Bestleister zu finden, aber auf den anderen Lebenssektoren, Recht, Medizin, Bürokratie, Militär usf. ist nach allgemeiner Lebenserfahrung ebenso nichts anders gelagert. Auch können einzelne nicht für antreffbare Qualifikationsschwächen bei den Bewerbern verantwortlich gemacht werden.

  Hier wird eher die Meinung vertreten, dass Defizite bei den Schülern, sind sie denn vorhanden, bei deren Lernbereitschaft, Lernfleiß, auszumachen sind. Viele kapieren nicht, dass die Anforderungen an sie im Berufsleben nicht mehr zu vergleichen sind mit denjenigen der siebziger, ja schon der achtziger Jahre. Vielleicht bleut man ihnen dies auch wenig drastisch genug ein. Für das Verdeutlichen  sollten sich eigentlich zuvörderst die Eltern zuständig halten. Möglicherweise sind im Umfeld beeinträchtigter Jugendlicher keine oder kaum Vorbilder, erwachsen oder ebenso heranreifend, anzutreffen. Wenn schon die Jugendlichen viel früher und entschiedener zu einem eigenständigen Welt- und Lebensbild gelangen, wenn schon dieser Befund nicht nur einseitig als positiv anzusehen ist, dann wäre wohl für die Jahre der Erziehung umso mehr Führung notwendig. Es ist fatal, wenn ein Mensch erst beim Militär, gelangt er denn dorthin, dem Führungsprinzip begegnet.

  Anforderungssachzwänge zwingen die ausbildenden Betriebe, ihre Ausbildungsplätze nur mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Diese Feststellung meint jedoch nicht einmal deren Optimierung. Sicherlich ist man ja während der Ausbildung willens, durch verstärkte Ausbildungsbemühung den Berufsaspiranten an das notwendige Niveau heran zu führen. Besonders ist das der Fall, wenn guter Wille vorzufinden ist, eingebracht wird. Aber ob dieser entlang der Ausbildung tatsächlich gegeben ist, das bleibt im Vorfeld der Bewerberauswahl ziemlich im Dunkeln. Daher kann spontan zu diesem Aspekt nur der gute Rat gegeben werden, im Bewerbungsschreiben solche Bereitschaft ent-schieden und herausgehoben zu verdeutlichen, einzubringen. Ansonsten halten sich die Mehrzahl der Ausbildungsplatzanbieter schlicht und kalt zunächst an handfeste, offenliegende Daten, wie etwa die Noten.

 Zweck dieser Abhandlung ist, die Gründe der Besetzungsdefizite der Ausbildungsplätze aufzuzeigen und evtl. Anhalte zu geben, wie dem durch Verhaltenskorrekturen auf der Bewerberseite abzuhelfen wäre. Dabei ist immer noch die Gruppe der Abgewiesenen mangels Qualifikation in Rede.

  Die Bewerber sollten nicht einfach aus dem Bauch heraus einen Berufswunsch verinnerlichen. Das mag allenfalls neutral möglich sein in Bezug auf die Grobrichtung: Soziales, Fertigung, Datentechnik etc. Solche Großbereiche bieten meist eine Vielzahl von Berufsbildern an. Es ist unabdingbar, sich mit allen inhaltlich genauestens zu beschäftigen, was ja durch Literatur oder beim Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur ungemein erleichtert wird. Niemand muss im Dunkeln tappen, auf gut Glück probieren.

 Wenn sich so der Ausbildungsplatzsucher informiert hat, vor allem über die Anforderungen, die der ins Auge gefasste Berufswunsch stellt, dann beginnt das Sich-kritisch-Hinterfragen, ob denn das, was man an Können, Fertigkeiten und Wissen intus hat, voll ausreicht? Voll! nicht halbwegs. Wenn sich hier begründete Zweifel herausschälen, lasse man die Finger vom vermeintlichen Wunschberuf! Denn das dann beginnende Absage-Rennen bereitet höchsten Frust. Das Zutrauen zu sich selbst schmilzt wie der Schnee in der Sonne und urplötzlich steckt man in einer Persönlichkeitskrise, die total demotiviert. Das Schlimmste: es geschieht absolut unnötig, denn solche Fehlentwicklungen lassen sich durch mehr Selbstkritik vermeiden.

  Hier wird empfohlen, eher solche Berufe in den Blick zu nehmen, für welche man geradezu gute Bewerbungsvoraussetzungen mitbringt. Man kann dann probehalber noch etwas höher ansetzen, ein Würfelspiel wagen, aber nicht lange, dann sollte man zum Aussichtsreichsten zurückkehren. Ganz wichtig zu erkennen ist, dass auf der erkannten Optimalebene aller Wahrscheinlichkeit nach Aufstiegsmöglichkeiten angeboten sind, die auch höher gespannte Erwartungen und Peilungen zufrieden zu stellen vermögen. alle Chancen sind dann schlicht von Anfang an günstig, sie müssen nur während der Ausbildung und späteren Fortbildung mit Elan wahrgenommen werden.

  Auf dem Stellenmarkt für Fachkräfte wird von Fachleuten immer wieder kolportiert, dass ein Großteil der Bewerber von vornherein und auf den ersten Blick nicht infrage kommen. Eine solche Aussage schockt. Noch schlimmer aber, wenn ähnliche Thesen auch auf dem Ausbildungsmarkt en vogue sind. Es wimmelt geradezu von Ausscheidungs-betroffenen. Was für eine Verschwendung von Bewerbungs- und Auswahlaufwand!

  Nehmen wir ein Beispiel, den Mechanikerberuf. Der Bedarf kann oft nicht gedeckt werden oder nur unbefriedigend, nicht nur deshalb, weil die mitgebrachten Bewerbungsqualifikationen nicht genügen, sondern auch, weil sich zu wenige Schulabgänger dem Berufsbild zuwenden. Da kann viel Irrationales aufgedeckt werden und unzeitgemäße Denkformen wären zu kritisieren. Dabei diktieren doch die Verhältnisse die Positionen, nicht individuelles Wunschdenken, das gegen Gummiwände rennt. 

  Wenn wir uns um einen Ausbildungsplatz bemühen müssten, unterzögen wir uns der Mühe, bei Ausbildungsplatzanbietern anzurufen, mein Interesse zu bekunden und zu fragen, ob man denn das Anforderungsprofil erfahren dürfe. Dann kann die Bewerbung genau auf die Erwartungen des Ausbildungsbetriebes ausgerichtet werden. Man kann sich aber auch mit viel Denk-, Informations- und eingeholtem Beratungsaufwand die Mühe machen, einen hypothetischen oder virtuellen, d. h. scheinbaren, Ausbildungsplatz zu formulieren. Man denkt sich ihn mit Höchstanforderungen und stellt sein eigenes Qualifikationsprofil daneben, gewinnt durch Vergleich Anhaltspunkte für seine Chancen.

 

Eignungsprofile (1997)

 

  Das  Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit hat zu allen wichtigen Facharbeiter- und Angestelltenberufen charakteristische Anforderungsprofile erstellt. Unter einem besonderen Aspekt sollte der Bewerber um eine Ausbildungsstelle sich, was den angestrebten Beruf anbetrifft, dafür nähers interessieren. Nachfolgend eine bunt gemischte Auflistung solcher Eignungsmerkmale, ohne sie, wie in der Vorlage geschehen, nach 'sehr wichtig', 'wichtig', und 'weniger wichtig' zu charakterisieren. Man wird bemerken, dass bestimmte Kriterien immer wieder, selbst bei Anforderung an Führungskräften, wiederkehren bzw. vorkommen:

 

Fähigkeit zu planen und zu organisieren                                                                                        Einfallsreichtum,                       Improvisationsfähigkeit                                                                                                       Umstellungsfähigkeit                                                                                                                           Denken in Zusammenhängen                                                                                                                                                              

Sprachliches Ausdrucksvermögen                                                                                                  Räumliches Vorstellungsvermögen                                                                                                Zeichnerisches Darstellungsvermögen                                                                                          Rechnerische Fähigkeiten    

                                                                                                                                Einfühlungsvermögen in Menschen und Situationen                                                                    Bereitschaft zu Teamarbeit                                                                                                Bereitschaft zu Alleinarbeit                                                                                                           Ertragen von Stress                                                                                                                             Ausdauer, Geduld, Daueraufmerksamkeit                                                                                                  Reaktionsschnelligkeit                                                                                                                  Farbunterscheidungsvermögen                                                                                                           Verhandlungsgeschick                                                                                                                         Verschwiegenheit  

                                                                                                                                                            Körperkraft, Fingerfertigkeit, Geschicklichkeit  

Sehvermögen                                                                                                                                       Taktgefühl  

                                                                                                                                          Befähigung zum Umgang mit Menschen                                                                                         Schriftliches Ausdrucks- und Formulierungsvermögen                                                                       Gepflegtes Äußeres

 

  Vielfach geht es also um Eigenschaftsmerkmale, die, in unterschiedlicher Intensität, der Bewerber für seinen erwählten Beruf einbringen sollte. Die große Frage ist meist, wie erfährt man denn das Notwendige dazu. Etliches ist durch Test zu ermitteln, anderes zeigt sich entlang des Ausbildungsverlaufs. Man könnte meinen, dass sich jeder selbst am besten kennt. Das stimmt aber nur bedingt. Insbesondere vermag der Einzelne sich insofern nur bedingt zu beurteilen, als er den Umfang der Anforderungen aus Unkenntnis nicht deutlich genug einschätzen kann. Ein guter Rest ist der Selbsteinschätzung aber doch wohl zugänglich. Um den geht es.

  Das wichtigste für den fremden Beurteilenden ist das Wörtchen "selbst". Nur es ermöglicht die konditionierte, also eingeschränkte Einordnung in den Beurteilungsraster. Gleichwohl: Hier wird angeregt, auf solche vom Bewerber zu erwartenden Anforderungsmerkmale im Bewerbungsanschreiben einzugehen in der Weise, dass man sie benennt und eine gegebene Qualifikation herausstreicht, wenn denn das Wissen darum vorhanden ist. Das kann von Fall zu Fall nicht nur herausgestellt, sondern begründet werden, wenn objektive Anhaltspunkte vorliegen. Aber: wenn das klappen soll, müsste man schon über die spezifischen Anforderungen Bescheid wissen. Eine Quelle hierfür ist oben benannt. Das Arbeitsamt wird weiter helfen, es bezeichnet sich schließlich selbst als die vornehmste Instanz bei der Berufsberatung. Konkreter:

 Planen, Organisieren können: Der Verfasser ließe Sie etwas darüber erzählen, wie Sie denn eine Ferienreise in fremde Länder angehen würden. - Einfallsreichtum, Improvisationsfähigkeit: Der Bewerber wird mit einer leicht verfahrenen Situation auf einer solchen Reise konfrontiert. - Umstellungsfähigkeit: Benennung zweier Aufgaben, die nichts mit einander zu tun haben. - Denken in Zusammenhängen: Wir würden das Schwergewicht darauf legen, heraus zu bekommen, ob der Bewerber in der Lage ist, verdeckte Zusammenhänge aufzusspüren. - Räumliches Vorstellungsvermögen lässt sich mit zeichnerischem Darstellungskönnen verdeutlichen. - Einfühlungsvermögen in andere Menschen: Das wird nur deutlich zu machen sein, wenn der Proband "Körpersprache" richtig einzuordnen  bzw. wenn eine Vorstellung von der Situation, von den Motiven des Anderen zu gewinnen vermag. Situation und Motive stellen sich fast immer als ein Bündel von mehreren Möglichkeiten dar. Diese Einlassungen nur antippender-weise, um aufzuzeigen, dass es sich lohnt, sich um eine Selbsteinschätzung zu bemühen. - Zu den ausgelassenen und weiteren Kriterien  wird der Bewerber möglicherweise Tests unterworfen. Vielleicht lässt sich auch einer Ihrer Lehrer dafür gewinnen, das eine oder andere Urteil abzugeben?

 

Was sind Ausbildungsmärkte genau?

 

   Den Ausbildungsmarkt gibt es nicht. Vielmehr gilt der Satz: So viele Ausbildungsberufe, so viele Ausbildungsmärkte und damit Marktsituationen - gleich, ob die demographische Verfassung günstig oder ungünstig ist. Diskrepanzen zwischen jeweiliger Nachfrage und aktuellem Angebot fallen allenfalls flacher oder gravierender aus. 

  Bestimmende Nachfrageelemente nach Ausbildungsplätzen: Es gibt solche, die in der Person oder deren nächstem Umfeld begründet sind. Unsortiert: Neigungen, Talente, Intelligenzgrad, Bildungsniveau, Leistungswilligkeit, Behauptungswillen, Beeinflussbarkeit und damit in Zusammenhang personale Unabhängigkeit oder Ausrichtungsbereitschaft an Außeneinflüssen, Streben nach Geld, Besitz und Ansehen. Bereits erfahrenes Arbeitsleben, soziales Umfeld des Aufwachsens, Elternwünsche, Vorstellungen über ein Berufsbild, Überblick über die Angebotsseite. Dem ist gegenüber zu stellen, in welchem Maße die Details der Ausbildungsplatzangebote im Bewusstsein des Nachfragenden gespeichert sind, was nicht zuletzt wieder davon abhängt, wieviel und was für Signale hat der einzelne Ausbildungs-betrieb ausgesandt, wie intensiv hat die Branche es verstanden, Information über Berufsinhalte breit zu streuen. Die Aufzählung veranschaulicht, aus welchem Brei die Berufs- und Ausbildungsplatzentscheidungen sich schließlich heraus- kristallisieren, verfestigen, sich in Bewerbungen umsetzen.

  Und dann die Ausbildungsplatz-Angebotsseite! - Sie ist erstaunlich unflexibel, - gezwungenermaßen auf Grund von unabdingbaren Bestimmungsgründen. Behördliche Hürden seien vorab nur am Rande erwähnt: Ausbildungsvorschriften, Registrierungsnormen u. a. m.

 Was soll sich denn weiterhin groß auf die Situation der Ausbildungsplatznachfrageseite einstellen können? Nicht: ansässige Branchen, daraus sich ergebende Leistungsarten, sich ergebende notwendige Berufsarten, erforderlich antreffbare Berufsvorstellungen. Auch der Grad geistiger und körperlicher Leistungsanforderung leitet sich aus dem gängigen Leistungsstandard der Betriebe ab. Dominiert in einem Einzugsgebiet eine bestimmte Branche, so übt sie auch einen entsprechenden Einfluss aus - Betriebe aus anderen Branchen haben es schwer, sich Ansehen zu verschaffen, es sei denn, dieses sei überregional fest etabliert. Die Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze wird letztlich bestimmt durch die Gewerbedichte und die Konjunkturaussichten.

  Schließlich steht der Ausbildungsbetrieb einer gegebenen demographischen Situation gegenüber, einem kaum beeinflussbaren quantitativen und qualitativen schulischem Bildungsstandard, einem doch nur mit Marktanpassungszwängen modifizierbarem Standard an verfestigten Berufswünschen und -entscheidungen.

  Und jetzt kommen wir zu einem Parameter, der für beide Seiten Bestimmungsdatum ist: Der Ausbildungsvergütung. Selbstverständlich beeinflusst ihre Höhe die Nachfrage - bzw. Angebotsgrößen, wenn vielleicht auch nicht in dem Maße, wie mancher meint. Was ihre Höhe anbetrifft, so gibt es für sie Grenzen, die situationsbedingt sind, auch wenn Ausbildungsnöte nach einer Lösung über dieses Preiselement schreien. Nicht jede Ausbildungs-Vergütungshöhe ist finanzierbar: Die internationale oder regionale Konkurrenzsituation schiebt Riegel vor, von der individuellen betrieblichen Ertragssituation ganz abgesehen.

  Erfährt man aber von den erwähnten Diskrepanzen in den Ausmaßen der Ausbildungsvergütung von Branche zu Branche, so wollen sie nicht in jedem Fall als plausibel einleuchten. Die Spitzenstellung der Gerüstbauer lassen wir uns gefallen, das, was die Banken bezahlen - passt das in die Landschaft, wenn man bedenkt wie intensiv sie immer noch mit Bewerbungen eingedeckt werden? Wie sehr die kaufmännischen Bereiche schulisch überbesetzt sind? Wie gering die Sorgen sind, auf diesem Sektor die Ausbildungsplätze - auch qualitativ in genügender Weise - zu besetzen? (2017: Hat sich wieder mal ins Gegenteil gedreht.)

 

Zuversicht

 

Manches läuft wohl falsch im Leben.

Mag fehlen nötger Segen.

Des Schicksals Kurvenlauf

Ist kein wohlbedachter Kauf!

 

Doch pack an! Nicht gar so schlimm

Wird’s kommen. Nicht Qual und Wehen!

Heilend lockt als Ausgleich Gwinn.

Drum lass Hoffnung niemals gehen.

                                                                 EL                                                                          

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